Vielleicht kennst du das, wenn auch nur vom hören Sagen:
Dein Hund zieht nach vorne, du bist genervt, die Leine spannt sich – und zack! Ein kurzer Ruck.
So unscheinbar er wirkt, so gross sind die Folgen für deinen Hund.
Viele unterschätzen das:
Manche Trainingsmethoden werben sogar damit, dass „jeder Hund innert eines Tages schön an der Leine läuft“.
Was dabei passiert: Die Hunde werden so stark an der Leine zurückgerissen, dass sie beginnen, jede Bewegung des Menschen aus Angst zu beobachten. Von aussen sieht es nach „Erfolg“ aus.
Für den Hund ist es Stress pur – körperlich und emotional.
Kettenreaktionen im Körper!
Beim Leinenruck wirken enorme Kräfte auf Nerven, Muskeln und Faszien – und diese Spannungen breiten sich über das gesamte Bindegewebe aus.
🔹Gereizte Nerven können die Schilddrüse beeinflussen
🔹Verspannungen in Kehlkopf- und Atemmuskeln führen zu Pfeifen oder Husten
🔹Blockaden in Schultern verändern die Statik und Beweglichkeit
🔹Dauerstress erhöht Cortisol → Heilung und Regeneration werden gehemmt
Diese Kettenreaktionen sieht man von aussen kaum – und oft zeigen sich die Folgen erst Monate später.
Genau hier setzt meine Arbeit an.
Was du stattdessen tun kannst:
Die beste Therapie ist, Schäden gar nicht erst entstehen zu lassen.
Und das beginnt früh – am besten schon beim Welpen:
🔹Früh üben: Gewöhn deinen Hund schon als Welpen daran, an lockerer Leine zu laufen.
Je früher er lernt, dass Zug keine Lösung ist, desto entspannter werden eure Spaziergänge später.
🔹Leine ohne Zug: Übe das Laufen bevor überhaupt Spannung entsteht – keine „Korrekturrucke“.
🔹Kommunikation statt Korrektur: Sprich deinen Hund an, nutze seinen Namen, schnalze oder gib ein Signal – damit er deine Aufmerksamkeit sucht, nicht den Druck spürt.
🔹Aufmerksame Trainer:innen suchen: Es gibt viele erfahrene Trainer:innen, die sanfte, verträgliche Methoden vermitteln – und keine schnellen „Zug-und-Ruck-Lösungen“ verkaufen.
Bei mir und Arvo gibt es eine klare Regel:
Wir ziehen uns nirgends hin.
Wir achten aufeinander, sind gegenseitig aufmerksam – und das haben wir uns über die Jahre aufgebaut.
Mit viel Übung, Geduld und klarer Kommunikation.
Und wenn es einmal zu hektisch wird, bleibe ich stehen, bis Arvo seine Gedanken wieder geordnet hat.
So bleiben wir beide im Kontakt – ohne Druck und ohne Kampf an der Leine.
aus meiner Praxis:
Vor kurzem hatte ich einen Hund in der Praxis, der nach wiederholten Leinenrucken eine Kehlkopflähmung entwickelt hatte.
Röntgenbilder, Medikamente, Tierarzttermine – und doch blieben das Pfeifen und der Leistungseinbruch.
Mit gezielten homöopathischen Arzneien konnte ich direkt auf die Nervenleitung einwirken.
Schritt für Schritt hat sich die Verletzung erholt – nicht über Nacht, aber nachhaltig.
Zusätzlich habe ich mit NST-Therapie die blockierten Strukturen sanft entlastet und dem Körper geholfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
Geschirre sind besser – oder?
Jein!
Auch ein Geschirr schützt nicht automatisch, es kann helfen, den Hals zu entlasten
Falsch eingesetzt kann es Druckstellen an den Schultern verursachen oder sogar den Brustkorb belasten – teilweise direkt in Herznähe.
Mein Tipp: Achte auf eine gute Passform und darauf, dass die Leine locker bleibt.
Denn das beste Geschirr ersetzt keine aufmerksame, entspannte Führung.
Mein Fazit für dich
Jeder Ruck an der Leine hinterlässt Spuren.
Manchmal sofort, manchmal erst nach Monaten.
Je früher wir diese Spannungen erkennen, desto besser können wir sie lösen – sanft, gezielt und nachhaltig.
Dein nächster Schritt
Wenn du wissen willst, ob dein Hund bereits Spannungen oder Folgen vom Leinenruck hat, kannst du einen Termin in meiner Praxis vereinbaren.
Gemeinsam prüfen wir Körperstatik, Nervenbahnen und versteckte Blockaden – damit dein Hund wieder frei und entspannt unterwegs ist.
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